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Integrationsamt

Integrationsämter haben wesentliche Aufgaben bei der Eingliederung schwerbehinderter Menschen in das Arbeitsleben (§ 102 SGB IX), die entsprechend deren Neigungen und Fähigkeiten dauerhaft gesichert werden soll. Integrationsämter sind gleichermaßen für behinderte Menschen wie auch für Arbeitgeber tätig.

Das Integrationsamt ist als Behörde für Aufgaben nach dem Schwerbehindertenrecht zuständig (SGB IX, Teil 2; siehe auch Hauptfürsorgestelle).

Aufgaben

Die Aufgaben des Integrationsamtes umfassen nach § 102 SGB IX:

Die Leistungen des Integrationsamtes stellen eine individuelle, auf die besonderen Anforderungen des Arbeitsplatzes abgestellte Ergänzung zu den Leistungen der Rehabilitationsträger dar.

Das Integrationsamt ist selbst kein Rehabilitationsträger. Deshalb sind bei der Zuständigkeitsklärung spezifische Regelungen zu beachten (§ 102 Absatz 6 SGB IX).

Arbeitsweise und Organisationsstruktur

Das Integrationsamt arbeitet eng mit den Rehabilitationsträgern, den Arbeitgebern, Arbeitgeberverbänden, Gewerkschaften und Behindertenverbänden zusammen. Für das betriebliche Integrationsteam ist es Ratgeber und Partner.

Die Integrationsämter sind in den einzelnen Bundesländern kommunal oder staatlich organisiert. Die Länder sind ermächtigt, einzelne Aufgaben der Integrationsämter nach dem Schwerbehindertenrecht (SGB IX, Teil 2) auf örtliche Fürsorgestellen zu übertragen (§ 107 Absatz 2 SGB IX).

Organisation auf Bundesebene

Die Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen haben sich in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH) zusammengeschlossen mit dem Ziel der

  • Weiterentwicklung des Rechts der schwerbehinderten Menschen und Kriegsopfer,
  • Abstimmung in Grundsatzfragen,
  • Koordinierung durch Empfehlungen.


Die BIH vertritt die Integrationsämter und die Hauptfürsorgestellen kraft Gesetzes unter anderem im Beirat für die Teilhabe behinderter Menschen beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) sowie im Beirat der Bundesagentur für Arbeit.

Sie nimmt ferner die Interessen ihrer Mitglieder bei wichtigen Vereinigungen auf Bundesebene wahr, wie zum Beispiel im Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge und der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR). Ihr Veröffentlichungsorgan ist die Zeitschrift ZB Zeitschrift: Behinderte Menschen im Beruf, die viermal jährlich erscheint.

 

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