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Lexikon von A bis Z

Ausbildungsvergütung

Für die betriebliche Aus- oder Weiterbildung von behinderten Menschen in Ausbildungsberufen können Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung gewährt werden, wenn die Aus- oder Weiterbildung sonst nicht möglich wäre. Die Höhe der Zuschüsse beträgt bis zu 60 Prozent der monatlichen Ausbildungsvergütung für das letzte Ausbildungsjahr, bei schwerbehinderten Menschen (GdB von mindestens 50) bis zu 80 Prozent. In begründeten Ausnahmefällen kann der Zuschuss auch bis zur vollen Höhe der Ausbildungsvergütung gezahlt werden.

Der Zuschuss kann für die gesamte Zeit der Ausbildung gewährt werden. Bei der Übernahme von schwerbehinderten Menschen in ein Arbeitsverhältnis im Anschluss an die abgeschlossene Aus- oder Weiterbildung kann für die Dauer von einem Jahr ein Eingliederungszuschuss in Höhe von bis zu 70 Prozent des berücksichtigungsfähigen Arbeitsentgelts erbracht werden, sofern während der Aus- oder Weiterbildung die oben genannten Zuschüsse gezahlt wurden.

Zuständige Stelle

Bezüglich der Ausbildungsvergütung ist nach § 6 Absatz 1 SGB IX der zuständige Rehabilitationsträger anzusprechen. Sofern die Bundesagentur für Arbeit der zuständige Rehabilitationsträger ist, ist für Leistungen an Arbeitgeber diejenige Agentur für Arbeit zuständig, in deren Bezirk der Betrieb des Arbeitgebers liegt. Der Zuschuss muss durch den Arbeitgeber beantragt werden. Die Agentur für Arbeit entscheidet über die Förderung und zahlt den Zuschuss an den Arbeitgeber aus.

Voraussetzungen

  • Abschluss eines Ausbildungsvertrages;
  • Der/die Auszubildende ist behindert beziehungsweise schwerbehindert (GdB von mindestens 50);
  • Die Aus- oder Weiterbildung ist ohne Förderung nicht erreichbar;
  • Bei Übernahme nach Aus- oder Weiterbildung: Abschluss eines Arbeitsvertrages (Nachweis einer versicherungspflichtigen Beschäftigung).
 
 
 

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