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Infobrief REHADAT-talentplus Köln, Juni 2014
 
Neue Beratungsangebote für Arbeitgeber

Das Thema Inklusion wird häufig mit schulischer Bildung in Verbindung gebracht. Dabei geht es um deutlich mehr: die berufliche Bildung von jungen Menschen mit Förderbedarf und die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben. Vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales werden zwei neue Projekte unterstützt, die die Beratung von Arbeitgebern zum Thema Inklusion zum Schwerpunkt haben. An den Projekten sind die Kammern beteiligt sowie Bildungseinrichtungen in Kooperation mit der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände. Bei beiden Angeboten profitieren Arbeitgeber wie Arbeitnehmer von der guten Vernetzung und der ausgewiesenen Marktnähe der Akteure.

Implementierung von Inklusionskompetenz bei den Kammern
Zu den Akteuren gehören zum Beispiel die Kammern, die sich an dem Projekt „Implementierung von Inklusionskompetenz bei den Kammern“ kurz IvIk beteiligen können. Immerhin sind bundesweit bereits achtzehn Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern oder Landwirtschaftskammern bei dem vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderten Projekt dabei. Die Implementierung von Inklusionskompetenz bei den Kammern macht Sinn. Die Kammern verfügen über exzellente Kontakte zu den Betrieben und Unternehmen der eigenen Region und kennen die regionalen Gegebenheiten des Marktes. Sie haben gute Kontakte zu Ausbildern und Arbeitgebervertretern. Ein Schwerpunkt der Kammern ist denn auch die Sensibilisierung der Betriebe zum Thema Inklusion. Die Kernthemen sind: Unterstützung bei Ausbildungen, Begleitung bestehender Arbeitsverhältnisse oder Schaffung neuer Beschäftigungsverhältnisse für Menschen mit Behinderung.
Kammerprojekte bei talentplus

Bei talentplus finden Sie die teilnehmenden Kammern mit deren Beratungsangebot und Kontaktdaten.

zu den teilnehmenden Kammern

Die Information, die Unternehmen wünschen, beziehen sich zumeist auf den konkreten Fall. Die guten Kontakte zu den Kammern werden da gerne genutzt. Die Inklusionsberater wissen, welche Fördergelder beantragt werden können oder bringen die richtigen Akteure zusammen, um schnelle Lösungen zu finden.
Wirtschaft inklusiv
Wirtschaft inklusiv bei talentplus

Die Adressen der Berater bzw. Inklusionslotsen von Wirtschaft inklusiv finden Sie in der Arbeitgeberrubrik von talentplus.

zu den Kontaktdaten der Berater bei Wirtschaft inklusiv

Auch „Wirtschaft inklusiv“ versteht sich als arbeitgeberorientiertes Beratungsprojekt, das von der Bundesarbeitsgemeinschaft ambulante berufliche Rehabilitation e. V. (BAG abR) in Kooperation mit der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) durchgeführt wird und ebenfalls vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert wird.
Die Bildungseinrichtungen der Wirtschaft als Mitglieder der BAG abR arbeiten seit vielen Jahren erfolgreich mit Unternehmen und Betrieben der eigenen Region zusammen. Sie sind Experten, wenn es um die Ausbildung junger Menschen mit Behinderung oder der Vermittlung von Fachkräften in den ersten Arbeitsmarkt geht. In insgesamt acht Bundesländern stehen qualifizierte Berater, sogenannte „Inklusionslotsen“ zur Verfügung, die Unternehmen in allen Belangen der Beschäftigung behinderter Menschen unterstützen. Als Bildungseinrichtung kennen sie die regionalen Ansprechpartner in den Arbeitsagenturen, der Integrationsfachdienste oder des Integrationsamtes sehr gut. Sie können Unternehmen lange Wege ersparen, wenn es beispielsweise um finanzielle Förderungen oder Unterstützung bei der Arbeitsplatzgestaltung geht.
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Interview mit Frank Schirwinski, Inklusionsberater bei der IHK Erfurt

Die IHK Erfurt nimmt an dem Projekt „Implementierung von Inklusionskompetenz bei den Kammern“ teil.

talentplus:
Herr Schirwinski, Sie sind Inklusionsberater der IHK Erfurt und nehmen an dem Projekt „Implementierung von Inklusionskompetenz bei den Kammern“ teil. Worin besteht Ihre Aufgabe?

Schirwinski:
Im Wesentlichen geht es darum den Kontakt zwischen den Mitgliedsbetrieben der Industrie- und Handelskammer Erfurt und den Menschen mit Behinderung, die von Arbeitslosigkeit und fehlender Ausbildung betroffen sind, herzustellen und Beschäftigungsmöglichkeiten zu verbessern.

talentplus:
Integrationsberater oder Inklusionsberater, wie sie heute heißen, gibt es schon lange in den Kammern. Worin besteht der Unterschied?

Schirwinski:
In unserem Kammerbereich ist mir nicht bekannt, dass es schon einen Integrationsberater gegeben hätte. Wir haben Bildungsberater und Mitarbeiter in verschiedenen Projekten der Berufsorientierung, allerdings bisher nie mit der Zielgruppe Menschen mit Behinderung.

talentplus:
Ihre Kontakte zu den Arbeitgebern sind traditionell sehr gut. Wie reagieren die Arbeitgeber auf die neuen Angebote?

Schirwinski:
Sehr aufgeschlossen, sehr interessiert, durchaus auch manchmal skeptisch. Im Großen und Ganzen aber immer mit der Zustimmung: „Es ist gut, dass sich die Kammer mit diesem Thema beschäftigt.“

talentplus:
Es gibt Angebote, wie beispielsweise die Möglichkeit zur Fachpraktikerausbildung. Haben Sie damit bereits Erfahrungen gemacht?

Schirwinski:
Ja, die Fachpraktikerausbildung wird tatsächlich schon sehr lange durchgeführt. Die ersten Beschlüsse sind hierzu bereits 1991 gefasst worden. Im Bereich der IHK Erfurt sind wir kontinuierlich dabei, die Berufsbilder zu aktualisieren und dem Markt anzupassen. Im vergangenen Jahr sind zwei Berufe aktualisiert und ein Beruf völlig neu geschaffen worden. Wir wollen, dass wir Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf Ausbildungen anbieten können, die am Markt auch gebraucht werden.
In der Vergangenheit fehlte oft die Marktnähe. Sehr häufig wurde überbetrieblich ausgebildet. Wir erhoffen uns von mehr betrieblicher Ausbildung bessere Beschäftigungsmöglichkeiten im Anschluss.

talentplus:
Arbeitgeber, die Fachpraktiker ausbilden, müssen eine sogenannte Rehabilitationspädagogische Zusatzausbildung, die so genannte ReZA nachweisen. Was sagen die Betriebe hierzu?

Schirwinski:
Die betriebliche Ausbildung der Fachpraktiker wird in den Unternehmen jetzt allmählich zum Thema. Unternehmer und Ausbilder fangen an sich zu informieren und wollen wissen, welche Bedingungen zu erfüllen sind. Die Teilnahme an einer ReZA ist ein großer Diskussionspunkt, weil die Rahmenbedingungen im Moment von kaum einem Ausbilder akzeptiert werden. Die Inklusionsberater der Kammern können hier weiterhelfen und Alternativen aufzeigen.

talentplus:
Ein Schwerpunkt der Kammern im Projekt ist auch die Sensibilisierung und Schaffung von Transparenz für die Inhalte der Inklusion. Wie muss ich mir das vorstellen?

Schirwinski:
Wir haben sehr gute Kontakte zu den Unternehmen in unserer Region. Das bedeutet, dass wir die Unternehmen regelmäßig besuchen, sie vor Ort beraten und dabei die jeweiligen Arbeitsumstände kennenlernen. Einsatzmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung werden oft bei Betriebsrundgängen erörtert. Da die Unternehmen bereits den erwarteten Fachkräftemangel spüren, werden die Anregungen ernst genommen. Alle unsere Außenmitarbeiter sind zum Thema Inklusion informiert. Die Aktualität des Themas merke ich auch am Rücklauf der Kollegen, die mir immer wieder Visitenkarten von Unternehmen mit weiterem Beratungsbedarf mitbringen.

talentplus:
Haben Sie ein Beratungsbeispiel? Was wollen Arbeitgeber wissen?

Schirwinski:
Sehr häufig sind es konkrete Fragen zu Bewerbern, die sich in den Unternehmen melden.

Wir verzeichnen in Thüringen demographiebedingt seit einigen Jahren einen deutlichen Rückgang der Bewerbungen auf freie Lehrstellen. Es werden dadurch zunehmend Bewerbungen wahrgenommen, die man früher in den Unternehmen eher ignoriert hätte. Hierzu gehören beispielsweise solche mit schlechten schulischen Leistungen oder auch die von Jugendlichen mit Schwerbehinderung. Wenn die Rahmenbedingungen einigermaßen passen, ist der Unternehmer heute durchaus bereit, Jugendliche mit Förderbedarf auszubilden. Da man in den meisten Unternehmen jedoch kaum über Erfahrungen verfügt, ist die Unsicherheit groß.

talentplus:
Welche Unsicherheiten sind das?

Schirwinski:
Sehr häufig haben Unternehmer Angst etwas falsch zu machen, beispielsweise einen Fehler zu begehen, der wohlmöglich zu weiteren körperlichen oder seelischen Schäden bei den Bewerbern führt. Um ein Beispiel zu nennen: Im Frühjahr meldete sich ein Unternehmen, dem eine Ausbildungsbewerbung einer Jugendlichen mit Herzproblemen vorlag. Die junge Frau hatte erst kürzlich einen Defibrillator implantiert bekommen. Ihre schulischen Leistungen waren gut und auch menschlich passte sie ins Unternehmen. Für den Unternehmer war es wichtig zu wissen, auf was er achten muss und wo er weitere Unterstützung erhält. Er wollte seiner Fürsorgepflicht möglichst optimal nachkommen.
In einem anderen Beispiel wollte der Unternehmer wissen, ob er bereits für das Vorstellungsgespräch eine Rampe für den Bewerber einbauen lassen muss. Der Bewerber war Rollstuhlfahrer. Sehr häufig geht es also um die Fragen: Was muss ich beachten und wo erhalte ich Unterstützung?

talentplus:
Sind es vorwiegend mittelständische Unternehmen, die sich an Sie wenden?

Schirwinski:
Ja, das ist meist so. Hin und wieder sind jedoch auch Betriebe dabei, die zu einem großen Unternehmensverbund gehören. Es gibt in Thüringen nicht viele Großunternehmen. Das größte Unternehmen, das ich hier besucht habe, ist ein Automobilhersteller in Eisenach und ein Leuchtturm in der Region. Hier wird viel unternommen um Menschen mit Behinderung zu beschäftigen oder ihnen eine Ausbildung zu ermöglichen. Bei meinen Gesprächen geht es daher eher um Erfahrungsaustausch.

talentplus:
Stellen Sie auch Kontakte zum Integrationsamt, den Integrationsfachdiensten oder beispielsweise der Arbeitsagentur her?

Schirwinski:
Die Kontakte zu diesen Einrichtungen werden gepflegt und ständig intensiviert. Netzwerkarbeit ist enorm wichtig. Die Beratung der Unternehmen, beispielsweise zu Fördermöglichkeiten, erfolgt zunächst durch mich. Ist die Bewilligungsprozedur in Gang, übernehmen die Kollegen der beteiligten Stellen.
Die Anzahl der Bewerber, die einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz suchen und die sich bei der IHK Erfurt melden, wird sukzessive größer. Viele Bewerber haben von dem Projekt gehört und wissen, dass wir über gute Kontakte in die Unternehmen verfügen. Auch bei der Vermittlung dieser Bewerber erfolgt meist eine Zusammenarbeit mit Partnern.

talentplus:
Sie sind also auch vermittelnd tätig?

Schirwinski:
Ich möchte das Wort vermitteln so nicht benutzen. Wir schaffen Kontakte. Ich informiere über freie Stellen in Unternehmen, da wo es mir bekannt ist. Erschwert wird das, da es keine direkte Angebots- und Nachfragebörse von Jobs für Menschen mit Behinderung gibt. Die Jobbörse der Arbeitsagentur hilft hier nur bedingt. Es kommt auch vor, dass ein Unternehmer direkt bei uns anfragt: „Ich brauche für eine bestimmte Tätigkeit einen Menschen mit Schwerbehinderung, wo finde ich den denn?“
Kürzlich konnte ich eine gehörlose Frau an ein Unternehmen verweisen, dass dringend eine Person für die Datenerfassung am Computer suchte. Die Arbeitsaufnahme erfolgte, in Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur, innerhalb weniger Tage. Ein Ergebnis über das sich alle Beteiligten sehr gefreut haben.
Um die Inklusion am Arbeitsmarkt voran zu bringen, muss es Menschen mit guten Kontakten zur regionalen Wirtschaft und zu Netzwerkpartnern geben. Die Kammern sind die richtigen Standorte einer solchen Schnittstelle.

talentplus:
Herr Schirwinski, vielen Dank für das Gespräch.

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Interview mit Manfred Otto-Albrecht, Projektleiter des BMAS-Projektes Wirtschaft-Inklusiv

talentplus:
Könnten Sie bitte kurz die Ziele des Projektes „Wirtschaft inklusiv“ skizzieren?

Otto-Albrecht:
Unser oberstes Ziel ist es, die Beschäftigung und Ausbildung von Menschen mit einer Schwerbehinderung zu verbessern. Das Besondere an unserem Projekt ist, dass wir aus der Wirtschaft heraus und gleichsam für die Wirtschaft agieren. Bildungseinrichtungen der Wirtschaft, Arbeitgeberverbände und die BDA (Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände) unterstützen das Projekt in unterschiedlicher Funktion und gewährleisten die erforderliche Wirtschaftsnähe. Bestehende Strukturen und Einrichtungen können somit optimal ergänzt werden, denn nach wie vor haben viele Unternehmen angesichts der heterogenen und zergliederten Teilhabe- und Rehabilitationsstrukturen einen großen Informationsbedarf hinsichtlich fachlicher und juristischer Fragestellungen. Da ist der Bedarf, und da setzen wir an.

talentplus:
Und wie gehen Sie konkret vor?

Otto-Albrecht:
Wir können bei der Beratung von Arbeitgebern auf eine über zehnjährige Erfahrung zurückgreifen, so dass wir einen guten Überblick über die Situation in den Unternehmen haben. Wir haben analysiert, was funktioniert und was nicht funktioniert. Wir nutzen vorhandene Kontakte zu Unternehmen und auch bestehende Allianzen mit unterstützenden Institutionen. Mit diesem Hintergrund wenden wir uns gezielt an die Unternehmen in den Projektregionen, die bisher noch nicht im erforderlichen Maße Menschen mit Schwerbehinderung beschäftigen. Unsere Berater gehen in die Betriebe vor Ort und wenden sich in der Regel direkt an die Personalverantwortlichen. Sie sehen sich den betrieblichen Alltag an, um die tatsächlichen Bedarfe zu erkennen und kümmern sich dann um die erforderliche Unterstützung. Dabei spielt eine bessere Vernetzung der Betriebe mit vorhandenen Einrichtungen und Fachdiensten eine wichtige Rolle.

talentplus:
Sie nennen Ihre Berater „Inklusionslotsen“. Welche Kompetenzen braucht man, um Inklusionslotse zu sein?

Otto-Albrecht:
Generell gibt es drei Kompetenzbereiche, die für die Arbeit wichtig sind: betriebswirtschaftliche Kenntnisse, Kenntnisse der beruflichen Rehabilitation und juristische Kenntnisse, insbesondere im SGB IX. Gerade juristische und betriebswirtschaftliche Betrachtungen müssen in die Beratungsarbeit einfließen, um den Anforderungen eines arbeitgeberorientierten Projektes gerecht zu werden. In zwei Workshops zum Kompetenzaufbau für die Inklusionslotsen haben wir zu Beginn des Projektes die vorhandenen Profile unserer Beraterinnen und Berater ergänzt und vervollständigt.
Den Begriff bzw. das Bild des Inklusionslotsen haben wir gewählt, weil damit eine zentrale Aufgabe unserer Berater und auch das Selbstverständnis des Projektes gut getroffen wird: wir wollen die betrieblichen Akteure durch eine häufig unüberschaubare und von vielen Regularien und unterschiedlichen Zuständigkeiten geprägte Teilhabelandschaft „lotsen“, damit sie das notwendige Knowhow erhalten, damit sie vorhandene, kompetente Partner finden und damit sie die bestehenden Fördermöglichkeiten nutzen können.

talentplus:
Wie reagieren die Arbeitgeber auf das Angebot von "Wirtschaft inklusiv"?

Otto-Albrecht:
Wir machen die Erfahrung, dass ein Teil der Unternehmen aufgeschlossen ist und bereit ist, sich mit dem Thema Inklusion zu beschäftigen - viele erkennen die zunehmende gesellschaftliche Bedeutung der Thematik. Hier werden unsere Angebote gern und unmittelbar angenommen, weil die Unternehmen festgestellt haben, dass im betrieblichen Alltag immer wieder Fragen und Probleme auftauchen, bei denen sie häufig nicht wissen, wie und wo sie die erforderliche Unterstützung finden.
Dann gibt es andere Unternehmen, die zunächst keinen Beratungsbedarf sehen, da sie aktuell keine konkrete Verbindung mit dem Thema haben. Etwa, weil sie noch keine Menschen mit Behinderung beschäftigen oder auch, weil keine entsprechenden Bewerbungen eingehen. Gerade bei diesen Unternehmen wollen wir natürlich ansetzen. Wir merken dann, dass eine gute fachliche und rechtliche Information und Beratung Türen öffnen kann. Die Betriebe merken schnell, dass Inklusion kein abstraktes Thema ist, sondern mit der Suche nach passenden Bewerbern, mit Arbeitsbelastungen, mit Arbeitsunfähigkeitszeiten, mit dem Älterwerden von erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und mit Gesundheit zu tun hat. Und sie wollen natürlich auch wissen, welche gesetzlichen Bestimmungen es gibt, um rechtliche Sicherheit zu haben.

talentplus:
Akquirieren Sie offene Stellen?

Otto-Albrecht:
Ja, auch die Akquise offener Stellen ist ein wichtiger Schwerpunkt im Projekt. Bereits in den ersten Gesprächen mit Arbeitgebern konnten wir regelmäßig offene Stellen akquirieren. Das zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Letztlich wollen wir, dass mehr Unternehmen Menschen mit Schwerbehinderung ausbilden und einstellen.

talentplus:
Sehen Sie sich auch als Vermittler zwischen Arbeitgeber und externen Stellen, wie beispielsweise der Arbeitsagentur?

Otto-Albrecht:
Ja, unbedingt. Wir stellen beispielsweise im Anschluss an die Akquise offener Stellen die Kontakte zur Agentur für Arbeit oder auch zu Integrationsfachdiensten her und unterstützen wenn nötig die Einstellungsverfahren. Bei bestehenden Arbeitsverhältnissen sorgen wir für das bestmögliche Zusammenwirken von Rehabilitationsträgern, vor allem Rentenversicherung und Arbeitsagentur, und dem Integrationsamt. Dazu führen wir regelmäßig Runde Tische durch, an denen wir Arbeitgeber mit Fachleuten und Experten zusammenbringen. Und wir entwickeln in Abstimmung mit den Integrationsämtern und den Arbeitgeberverbänden Fachveranstaltungen und Fortbildungen für Arbeitgeber.

talentplus:
Wo findet man Sie?

Otto-Albrecht:
Die Adressen der Berater in den beteiligten Bundesländern finden Sie im Internet bei www.talentplus.de und ab Anfang Juli auf unserer Homepage www.wirtschaft-inklusiv.de.

talentplus:
Herr Otto-Albrecht, vielen Dank für das Gespräch.

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