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Beförderung mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Die Verkehrsunternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs gewähren schwerbehinderten Menschen unter bestimmten Voraussetzungen eine kostenlose bzw. ermäßigte Beförderung.

Dies gilt für

  • schwerbehinderte Menschen, die aufgrund ihrer Behinderung im Straßenverkehr erheblich beeinträchtigt sind (Merkzeichen G im Ausweis),
  • schwerbehinderte Menschen mit einer außergewöhnlichen Gehbehinderung (Merkzeichen aG),
  • schwerbehinderte Menschen mit dem Merkzeichen Gl,
  • schwerbehinderte Menschen mit dem Merkzeichen H.

Wertmarken als Voraussetzung für die Freifahrt

Voraussetzung für die Freifahrt ist, dass der Ausweis mit einer gültigen Wertmarke versehen ist. Die Wertmarke erhält die schwerbehinderte Person bei der für sie zuständigen Versorgungsverwaltung gegen eine Bezahlung von 30 Euro für ein halbes Jahr bzw. 60 Euro für ein Jahr Freifahrt. Wird die Wertmarke vor Ablauf der Gültigkeit zurückgegeben, wird ein entsprechender Betrag rückerstattet.

Die Wertmarke erhalten nur schwerbehinderte Menschen, die keine Kraftfahrzeugsteuerermäßigung in Anspruch nehmen. Nur schwerbehinderte Menschen mit dem Merkzeichen aG im Schwerbehindertenausweis erhalten neben der Berechtigung zur unentgeltlichen Beförderung gleichzeitig auch eine Kraftfahrzeugsteuerermäßigung.

Die Wertmarke wird nur auf Antrag erteilt. § 147 SGB IX benennt alle öffentlichen Verkehrsmittel im Nah- und Fernverkehr, die den schwerbehinderten Menschen unentgeltlich befördern. Bei der Benutzung von zuzahlungspflichtigen Verkehrsmitteln müssen die tariflichen Zuzahlungen trotz Freifahrtberechtigung bezahlt werden.

Zuzahlungsfreie Wertmarken

Folgende Personen erhalten auf Antrag eine Wertmarke für ein Jahr, ohne dass sie einen Betrag zuzahlen müssen:

  • Schwerbehinderte Menschen, die blind im Sinne des § 72 Abs. 5 des Zwölften Buches oder entsprechender Vorschriften sind.
  • Schwerbehinderte Menschen, die hilflos im Sinne des § 33b des Einkommensteuergesetzes oder entsprechender Vorschriften sind.
  • Weitere berechtigte Personengruppen, die in § 145 Abs. 1 Nr. 3 SGB IX benannt werden.

Die unentgeltliche Beförderung gilt immer in der zweiten Klasse auf den im Streckenverzeichnis eingetragenen Strecken sowie auf den Strecken der Verkehrsverbünde (IR- und D-Züge können nur dann kostenlos benutzt werden, wenn sie für den Verkehrsverbund freigegeben wurden). EC/IC und ICE sind von der unentgeltlichen Benutzung grundsätzlich ausgeschlossen.

Das Streckenverzeichnis erhält die schwerbehinderte Person zusammen mit der Wertmarke.

Seit dem 1. September 2011 gelten neue Freifahrtregelungen für schwerbehinderte Menschen. Was sich geändert hat, erfahren Sie hier.

Die unentgeltliche Beförderung von Begleitpersonen

Schwerbehinderte Menschen mit dem Ausweismerkzeichen B oder Bl sind berechtigt, sich von einer Person im öffentlichen Personennahverkehr kostenfrei begleiten zu lassen. Die Begleitperson fährt ohne Zuschlag in der gleichen Wagenklasse wie die schwerbehinderte Person. Natürlich darf der schwerbehinderte Mensch mit dem Ausweismerkzeichen B auch ohne Begleitperson alle öffentlichen Verkehrsmittel benutzen. Die Begleitperson steht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung, wenn sie den behinderten Menschen bei der Ausübung seines Berufs begleitet (beispielsweise bei einer Dienstreise).

Neben dem Begleiter wird auf den Strecken der Deutschen Bahn auch ein Führhund (Begleithund oder Blindenführhund) kostenlos befördert, wenn der Schwerbehindertenausweis das Merkzeichen B oder Bl enthält.

Weitere Informationen zur Beförderung von schwerbehinderten Menschen mit der Deutschen Bahn finden Sie im Internetauftritt der Bahn oder in der Broschüre "Mobil mit Handícap" (siehe unter "Infomaterial/Downloads" - rechte Spalte).

Viele Informationen zur unentgeltlichen Beförderung und wertvolle Tipps sind im Mobilitätsportal von Seh-Netz e.V. - ÖPNV-Info zu finden.


(me)

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