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Feststellungsbescheid und Schwerbehindertenausweis

Der Feststellungsbescheid

Das Ergebnis des Antragsverfahrens wird Ihnen vom Versorgungsamt in einem Feststellungsbescheid mitgeteilt. Der Bescheid enthält im Wesentlichen Informationen über Ihren Grad der Behinderung (GdB) und ob bzw. welche Merkzeichen bei Ihnen vorliegen. Außerdem kann dem Bescheid entnommen werden, welche Gesundheitsstörungen bei der Feststellung berücksichtigt wurden.

Wichtig: Der Feststellungsbescheid dient dem behinderten Menschen grundsätzlich zur persönlichen Information. Er selbst entscheidet darüber, ob er den Inhalt des Bescheides anderen (z.B. seinem Arbeitgeber) zugänglich macht (vgl. Broschüre des Integrationsamtes: Behinderung und Ausweis unter "Infomaterial/Downloads" - rechte Spalte). mehr ...

Der Feststellungsbescheid nach dem Schwerbehindertenrecht gilt nicht gleichzeitig als Antrag auf Gewährung von Leistungen und sonstigen Hilfen wie beispielsweise Blindengeld, Wohngeld, Steuerfreibeträge, Rundfunkgebührenbefreiung oder Telefon-Sozialtarif. Diese Leistungen müssen gesondert bei den jeweils zuständigen Stellen beantragt werden.

Sollten Sie nicht mit der Entscheidung des Versorgungsamtes einverstanden sein, können Sie gegen den Bescheid Widerspruch einlegen. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn bei Ihnen Beeinträchtigungen nicht gebührend hoch oder gar nicht berücksichtigt wurden.

Der Schwerbehindertenausweis

Mit einem GdB von mindestens 50 wird gleichzeitig die Anerkennung als schwerbehinderter Mensch im Sinne des § 2 SGB IX ausgesprochen. Nur dieser Personenkreis erhält einen Schwerbehindertenausweis, der sie zur Inanspruchnahme von Nachteilsausgleichen berechtigt.

Merkzeichen, als Grundlage der Nachteilsausgleiche, werden erst ab einem GdB von 50 von der Versorgungsverwaltung erteilt. In der Regel beträgt die Gültigkeit des Ausweises längstens fünf Jahre. Eine unbefristete Gültigkeitsdauer wird nur dann vergeben, wenn die Behinderung in Art und Schwere unveränderlich ist oder sich im Laufe der Zeit verschlimmert.

Bei einem GdB von 20 bis 50 erhalten Sie nur einen Feststellungsbescheid, jedoch keinen Ausweis und keine Merkzeichen. Beträgt ihr GdB mindestens 30 aber weniger als 50 so können Sie bei der Arbeitsagentur eine Gleichstellung mit einem schwerbehinderten Menschen beantragen.

Die Rückgabe des Schwerbehindertenausweises

In einigen Situationen wird die offiziell festgestellte Schwerbehinderung als hinderlich empfunden, beispielsweise bei der Suche nach einem Arbeitsplatz. In diesem Falle ist es dem schwerbehinderten Menschen nicht möglich, einfach auf den Schwerbehindertenstatus zu verzichten und dem Versorgungsamt den Ausweis zurückzugeben.

Es ist jedoch möglich, beim Versorgungsamt einen Änderungsantrag zu stellen und darin die Feststellung von einzelnen Behinderungen auszuschließen, denn es bleibt jedem Antragsteller selbst überlassen, welche gesundheitlichen Beeinträchtigungen berücksichtigt werden sollen und welche nicht. Dies kann dazu führen, dass nach der Neufeststellung ein GdB unter 50 vorliegt und der Ausweis eingezogen wird.

Dieser Schritt sollte jedoch genau überlegt und abgewogen werden, denn mit dem Verlust der Schwerbehinderteneigenschaft entfallen gleichzeitig alle mit dem Schwerbehindertenstatus verbundenen Nachteilsausgleiche.

Lesen Sie hierzu auch das Kapitel:  Die Bewerbung


(me)

 
 

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