REHADAT-Talentplus - Link zur Startseite Das Portal zu Arbeitsleben und Behinderung

Das Portal zu Arbeitsleben und Behinderung

Sie sind hier: 

Innere Erkrankungen

Wissenswertes

Häufigste Ursache einer Schwerbehinderung sind chronische Erkrankungen der inneren Organe. Mehr als ein Viertel aller Schwerbehindertenausweise wird wegen dieser Erkrankungen ausgestellt.

Diese sind z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Erkrankungen der Atemwege, Blut- und Krebserkrankungen, Nierenleiden sowie Erkrankungen des Stoffwechsels - hier besonders die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).

Ob und welche Einschränkungen im Arbeitsleben bestehen, hängt von der Art der Erkrankung und der individuellen Ausprägung ab. Die körperliche Belastbarkeit kann herabgesetzt sein und es kann zu Ausfällen wegen längerer oder regelmäßig wiederkehrender Therapiemaßnahmen kommen. Nicht zu unterschätzen sind auch die psychischen Belastungen durch die Erkrankung.

Generell gilt: starke körperliche Anstrengungen, extreme klimatische Bedingungen und starker Stress und Zeitdruck sollten bei der Arbeit vermieden werden.

Häufig wechselnde Schichtarbeit kann für Diabetiker zum Problem werden - auch wenn Schicht- und Akkordarbeit generell für Diabetiker möglich ist. Gerade im Bereich der Diabetes-Therapie hat sich in den letzten Jahren viel getan, so dass auf viele der früher geltenden Arbeitsplatzvorgaben verzichtet werden kann.

Eine Beschreibung der häufigsten inneren Erkrankungen und den aus der Krankheit resultierenden arbeitstechnischen Einschränkungen finden Sie im Fachlexikon der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter.

Ein 

Betanet, eine Suchmaschine zu Krankheit und Soziales des beta Institut für angewandtes Gesundheitsmanagement informiert zu einzelnen inneren Erkrankungen und Arbeitsleben:

Nierenerkrankung / Dialyse, Diabetes mellitus, Asthma,Herz-Kreislauf-ErkrankungenNeurodermitis, chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED).

Hilfsangebote

Besonders wichtig bei inneren Erkrankungen ist die Vorbeugung der Verschlimmerung der Erkrankung. Was am Arbeitsplatz getan werden kann oder muss, kann hier der Betriebsarzt am besten beurteilen, der im günstigsten Fall eng mit den behandelnden Ärzten oder Rehabilitationseinrichtungen kooperiert.

Bei schwerbehinderten Mitarbeitern sind auch die Integrationsfachdienste Ansprechpartner und übernehmen konkrete Einzelfallhilfe im Betrieb. Bei Bedarf bieten sie arbeitsbegleitende individuelle Hilfen an und informieren auch das betriebliche Umfeld über Art und Auswirkungen der Behinderung.

Experten für die Gestaltung von Arbeitsplätzen sind die beratenden Ingenieure der Integrationsämter.

Behinderten Arbeitnehmern stehen zudem innerbetriebliche Ansprechpartner, wie die Schwerbehindertenvertretung, der Betriebsrat oder der Arbeitgeberbeauftragte bei der Lösung von arbeitsplatzbezogenen Problemen zur Verfügung.

Mitarbeiter von Selbsthilfeorganisationen und Selbsthilfegruppen helfen bei beruflichen und persönlichen Problemen.

Finanzielle Förderung

Muss ein bestehender Arbeitsplatz angepasst werden und ist die Belastung für den Arbeitgeber nicht zumutbar, können Fördermittel beantragt werden.
Leistungen an Arbeitgeber zum Erhalt bestehender Arbeitsverhältnisse können z. B. für die Arbeitsplatzgestaltung und die Ausstattung mit technischen Arbeitshilfen gewährt werden. Ein Ausgleich bei außergewöhnlichen Belastungen kann dem Arbeitgeber beispielsweise durch häufige Ausfallzeiten aufgrund der Dialysebehandlung eines chronisch nierenkranken Arbeitnehmers bezahlt werden.

Behinderte und von einer Behinderung bedrohte Arbeitnehmer können Leistungen beispielsweise für eine psychosoziale Betreuung am Arbeitsplatz, für den Arbeitsweg, für Arbeitshilfen, für berufliche Qualifizierungsmaßnahmen oder eine Arbeitsassistenz in Anspruch nehmen.

mehr zu den Leistungen und Hilfen

(me)

 
 

Tastaturkurzbefehle: