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Das Portal zu Arbeitsleben und Behinderung

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Hörbehinderung und Gehörlosigkeit

Wissenswertes

Einen Überblick über die Auswirkungen von Hörschädigungen im Arbeitsleben sowie Möglichkeiten zur Verbesserung der Kommunikation am Arbeitsplatz bietet der Lexikonartikel zu Hörschädigungen der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH).

Das Internetportal imh plus.de richtet sich an gehörlose, schwerhörige und ertaubte Menschen mit Sehbehinderung, Lernproblemen, Körperbehinderung oder anderen Problemen, an taubblinde Menschen und ihre Familien und an Fachkräfte, Vereine und Einrichtungen. Thematische Schwerpunkte sind Ausbildung, Umschulung, Weiterbildung, Arbeit, Barrierefreiheit und die kommunikative und soziale Unterstützung. Die Suche nach Bildungsangeboten berücksichtigt unterschiedliche Kombinationen von Behinderungen und Einschränkungen (beispielsweise Gehörlosigkeit mit Lernbehinderung und Körperbehinderung) und verschiedene Bildungsbereiche (Studium, Ausbildung, Integration in Arbeit usw.).

Der Deutsche Schwerhörigenbund (DSB) stellt eine spezielle Informationsschrift für Behörden, Arbeitgeber und Kollegen zur Verfügung und gibt Tipps für den Umgang von Hörgeschädigten. Die Rubrik Beruf richtet sich an hörbehinderte Arbeitnehmer und informiert beispielsweise über Fördermöglichkeiten, Arbeitsassistenz, Schriftdolmetscher sowie Fallbeispiele zur Hörgeräteversorgung. Der DSB-Ratgeber Nr. 6 informiert über Leistungen für schwerhörige oder gehörlose Arbeitnehmer. Daneben bietet der DSB eine Online-Beratung zur Hörgeräte-Versorgung an.

Für gehörlose Arbeitnehmer bietet der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. gemeinsam mit der BAG Selbsthilfe und dem ABI-Projekt ein Informationsportal zum Thema Hilfen zur Sicherung der Kommunikation gehörloser Menschen am Arbeitsplatz. Die Informationen z. B. zu Leistungen zur begleitenden Hilfe im Arbeitsleben oder zur selbstorganisierten Arbeitsassistenz stehen jeweils in Textform oder als Gebärdensprachfilm zur Verfügung.

Das Thema Hörbehinderung und Beruf wird in der Zeitschrift für behinderte Menschen im Beruf (ZB 04/2005) ausführlich behandelt (Herausgeber ist die Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen).

Hörgeräte mit Gehörschutzfunktion

Das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) hat ein spezielles Prüfverfahren entwickelt, mit dem zuverlässig geprüft werden kann, ob ein Hörgerät gleichzeitig auch als Gehörschutz funktioniert. Damit ein Hörgerät auch Gehörschutzqualität besitzt, muss es bestimmte technische Voraussetzungen erfüllen. Entsprechende vom IFA zertifizierte Produkte sind bereits auf dem Markt erhältlich. Mehr zu diesem Thema finden Sie auf den Seiten der DGUV.

Hilfsangebote

In einigen Bundesländern gibt es spezielle Integrationsfachdienste für hörbehinderte und gehörlose Menschen. In den übrigen Ländern gibt es bei den allgemeinen Integrationsfachdiensten Mitarbeiter, die auf Hörbehinderung und Gehörlosigkeit spezialisiert sind.
Sie sind Ansprechpartner für Arbeitnehmer (und Arbeitgeber) und übernehmen konkrete Einzelfallhilfe im Betrieb. Bei Bedarf bieten sie arbeitsbegleitende individuelle Hilfen an und informieren auch das betriebliche Umfeld über Art und Auswirkungen der Behinderung.

Experten für die Gestaltung von Arbeitsplätzen für hörbehinderte und gehörlose Menschen sind die beratenden Ingenieure der Integrationsämter.

Spezielles Know-how ist auch bei den Ausbildungseinrichtungen für hörbehinderte Menschen vorhanden. Diese bieten passgenaue arbeitsplatzbezogene Qualifizierungen an und unterstützen auch bei der Auswahl und dem Einsatz von Hilfsmitteln.

Behinderten Arbeitnehmern stehen zudem innerbetriebliche Ansprechpartner, wie die Schwerbehindertenvertretung, der Betriebsrat oder der Arbeitgeberbeauftragte bei der Lösung von arbeitsplatzbezogenen Problemen zur Verfügung.

Mitarbeiter von Selbsthilfeorganisationen und Selbsthilfegruppen helfen bei beruflichen und persönlichen Problemen.

Finanzielle Förderung

Hörgeschädigte Arbeitnehmer haben Anspruch auf personelle Hilfen zur Kommunikation. Das sind Arbeitsassistenten oder Oral-, LBG- (Lautsprachbegleitende Gebärden-) oder Schriftdolmetscher für Einzeleinsätze anlässlich von Betriebsversammlungen, Arbeitgebergesprächen oder regelmäßigen Teambesprechungen.

Hörgeschädigte Arbeitnehmer, die regelmäßige Unterstützung an Ihrem Arbeitsplatz benötigen, können beim Integrationsamt eine Arbeitsassistenz beantragen. Unter welchen Bedingungen eine Arbeitsassistenzkraft beantragt werden kann, erfahren Sie im Kapitel: Arbeitsassistenz.

Auch die Ausstattung des Arbeitsplatzes mit technischen Arbeitshilfen kann die Eingliederung dauerhaft steigern. Die Ausstattung des Arbeitsplatzes mit Arbeitshilfen ist grundsätzlich die Aufgabe des Arbeitgebers, für die er Fördermittel beantragen kann. Aber auch Arbeitnehmer können technische Arbeitshilfen beantragen, wenn Sie für die Erfüllung Ihrer Arbeitsaufgabe erforderlich sind. Hierzu gehören auch Hörhilfen, die über der Basisversorgung der Krankenkassen liegen.

mehr dazu im Kapitel technische Arbeitshilfen

Die Integrationsämter bieten Seminare für berufstätige Hörgeschädigte und ihre hörenden Arbeitskollegen zur Verbesserung der beruflichen Zusammenarbeit und zur Optimierung der Arbeitsabläufe an. Siehe unter "Mehr zum Thema" - (rechte Spalte).

(me)

 
 

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