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Epilepsie

Wissenswertes

Auch heute noch bestehen bei vielen Arbeitgebern große Bedenken gegenüber Menschen mit Anfallserkrankungen, da sie davon ausgehen, dass viele Arbeitsplätze nicht mit diesen Arbeitnehmern besetzt werden können. Dabei zeigt sich, dass

  • krankheitsbedingte Fehlzeiten und Arbeitsunfälle bei Menschen mit Epilepsie nicht häufiger sind als bei anderen Beschäftigten,
  • die überwiegende Mehrzahl von Arbeitsplätzen, auch an Maschinen, für anfallskranke Menschen geeignet ist und
  • die meisten Menschen mit Epilepsie aufgrund bestehender Anfallsfreiheit beruflich voll leistungsfähig sind.

Im Einzelfall kann es notwendig sein, eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen, um das Risiko am Arbeitsplatz herauszufinden und entsprechende arbeitstechnische und/oder -organisatorische Maßnahmen im Betrieb zu veranlassen.

Über Epilepsie und Arbeit informieren die Deutsche Epilepsievereinigung und das Informationszentrum Epilepsie der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie. Ein Informationsblatt gibt Auskunft über das Verhalten am Arbeitsplatz und gegenüber dem Arbeitgeber. Das Netzwerk Epilepsie und Arbeit (NEA) informiert und berät Arbeitnehmer zu Problemen am Arbeitsplatz. Die private Stiftung Michael bietet interessante Broschüren zum Thema Epilepsie. Die Broschüre "Rechtsfragen bei Epilepsie" beantwortert rechtlichen Fragestellungen rund um Epilepsie und Beruf (Menüpunkt Infomaterial/Downloads: Rechtsfragen bei Epilepsie, rechte Spalte). Auch der "Pädagogische Ratgeber bei Epilepsie mit beruflichen Perspektiven" behandelt neben der schulischen auch die berufliche Integration von jungen Menschen mit Epilepsie (Menüpunkt Infomaterial/Downloads: Pädagogischer Ratgeber bei Epilepsie, rechte Spalte).
 
Die Broschüre "Wenn die Neuronen Sonderschicht machen – Wie sich die berufliche Teilhabe von Menschen mit Epilepsie gestalten lässt" von REHADAT enthält ausführliche Informationen zu diesem Thema, wie beispielsweise Sicherheit und Gefährdungsbeurteilung, Führerschein und Unfallhaftung. Im Kapitel Arbeitsplatzausstattung werden eine Vielzahl von Hilfsmittel aufgezeigt, die zur Ausstattung von Arbeitsplätzen geeignet sind. Zudem werden organisatorische Maßnahmen und Förderungen aufgezeigt, mit deren Hilfe Arbeitsplätze von Arbeitnehmern mit Epilepsie leidensgerecht gestaltet werden können. Die Anwendung dieser Möglichkeiten in der Praxis veranschaulicht ein Fallbeispiel aus der Stahlindustrie.
 

Weitere Beispiele werden in der Zeitschrift für behinderte Menschen im Beruf "Schwerpunktthema Epilepsie" (ZB 02/2011) aufgezeigt (Herausgeber ist die Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen).

Hilfsangebote

Konkrete Einzelfallhilfe im Betrieb und arbeitsbegleitende individuelle Hilfen bieten die Integrationsfachdienste und die Integrationsämter.

Wenn es um die Gestaltung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Epilepsie geht, stehen die beratenden Ingenieure der Integrationsämter als Experten zur Verfügung. Unter "Mehr zum Thema" - ( rechte Spalte) finden Sie Praxisbeispiele zu Arbeitsplätzen, die für epilepsiekranke Menschen eingerichtet und umgestaltet wurden.

Weitere außerbetriebliche Ansprechpartner sind die Gemeinsamen Servicestellen und die Rehabilitationsträger. 

Behinderten Arbeitnehmern stehen zudem innerbetriebliche Ansprechpartner, wie die Schwerbehindertenvertretung, der Betriebsrat oder der Arbeitgeberbeauftragte bei der Lösung von arbeitsplatzbezogenen Problemen zur Verfügung.

Auch die Mitarbeiter von Selbsthilfeorganisationen und Selbsthilfegruppen helfen bei beruflichen und persönlichen Problemen.

Finanzielle Förderung

Muss ein bestehender Arbeitsplatz angepasst werden, können dem Arbeitgeber Leistungen zum Erhalt bestehender Arbeitsverhältnisse zum Beispiel für die Arbeitsplatzgestaltung und die Ausstattung mit technischen Arbeitshilfen oder als Ausgleich bei außergewöhnlichen Belastungen gewährt werden.

Behinderte und von einer Behinderung bedrohte Arbeitnehmer können Leistungen beispielsweise für eine psychosoziale Betreuung am Arbeitsplatz, für den Arbeitsweg, für Arbeitshilfen, für berufliche Qualifizierungsmaßnahmen oder eine Arbeitsassistenz in Anspruch nehmen.

mehr zu den Leistungen und Hilfen

(me)

Lexikon

 
 

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