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Das Portal zu Arbeitsleben und Behinderung

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Erkrankungen der Wirbelsäule und des Bewegungsapparates

Wissenswertes

In Deutschland leben schätzungsweise 1,9 Millionen behinderte Menschen mit Bewegungsstörungen. Sie sind von unterschiedlichen Behinderungen wie Querschnittslähmung, Multiple Sklerose, Kleinwuchs oder Verlust und Fehlbildungen von Gliedmaßen betroffen. Des Weiteren gehören hierzu degenerative „verschleißbedingte“ Krankheiten ebenso wie entzündliche / rheumatische Erkrankungen oder der sogenannte Weichteilrheumatismus, zu dem z. B. Muskelverspannungen oder Schulter-Arm-Syndrome zählen.


Bei der Deutschen Rheuma-Liga finden Sie Informationen über die einzelnen Krankheitsbilder von rheumatischen Erkrankungen sowie Publikationen

Trotz aller Unterschiede haben die Erkrankungen Gemeinsamkeiten:

  • charakteristisch sind Schmerzen und Funktionseinschränkungen und
  • die Vermeidung von Fehlbelastungen am Arbeitsplatz ist besonders wichtig, weil dadurch das Auftreten bzw. die Verschlimmerung von Erkrankungen verhindert werden kann.

 

Der Zeitschriftenartikel Behinderte Menschen im Beruf ZB 03/2008 der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter (BIH) erläutert, worauf bei der Arbeitsplatzgestaltung für Menschen mit Bewegungsstörungen besonders geachtetet werden muss.

Der Zeitschriftenartikel Behinderte Menschen im Beruf ZB 01/2010 der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter erläutert günstige Bedingungen für Beschäftigte mit rheumatischen Erkrankungen, die eine dauerhafte Entlastung am Arbeitsplatz ermöglichen.

Bei Betanet, einer Suchmaschine zu Krankheit und Soziales des beta Instituts für angewandtes Gesundheitsmanagement finden Sie Informationen zu Rheuma und Beruf und Multiple Sklerose: Arbeit und Rente.

Ein weiteres Angebot für Menschen mit Multipler Sklerose: Die Jobcoaches der Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft e.V. bieten Unterstützung zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit und des Arbeitsplatzes. Ansprechpartner und Adressen finden Sie im Flyer der DMSG.

Hilfsangebote

Die Integrationsfachdienste sind Ansprechpartner für Arbeitnehmer und leisten konkrete Einzelfallhilfe im Betrieb. Bei Bedarf bieten sie arbeitsbegleitende individuelle Hilfen an und informieren auch das betriebliche Umfeld über Art und Auswirkungen der Behinderung.

Experten für die Gestaltung von Arbeitsplätzen für mobilitätseingeschränkte Menschen und für Menschen mit Funktionseinschränkungen sind die beratenden Ingenieure der Integrationsämter.

Behinderten Arbeitnehmern stehen zudem innerbetriebliche Ansprechpartner, wie die Schwerbehindertenvertretung, der Betriebsrat oder der Arbeitgeberbeauftragte bei der Lösung von arbeitsplatzbezogenen Problemen zur Verfügung.

Mitarbeiter von Selbsthilfeorganisationen und Selbsthilfegruppen helfen bei beruflichen und persönlichen Problemen.

Die Fördergemeinschaft der Querschnittgelähmten in Deutschland e. V. informiert ausführlich in verschiedenen Broschüren zum Thema Querschnittlähmung und den damit verbundenen Problemen. Für die Beratung von Mitglieder wurden verschiedene Arbeitsgemeinschaften (Arge) eingerichtet. Diese beraten u. a. zum Thema Schule und Studium, Urlaub, Schmerz, Recht sowie Bauen und Wohnen.

Finanzielle Förderung

Muss ein bestehender Arbeitsplatz angepasst oder die Arbeitsumgebung barrierefrei gestaltet werden und ist die finanzielle Belastung für den Arbeitgeber nicht zumutbar, kann er Fördermittel erhalten.
Leistungen an Arbeitgeber zum Erhalt bestehender Arbeitsverhältnisse können z. B. für die Arbeitsplatzgestaltung und die Ausstattung mit technischen Arbeitshilfen und als Ausgleich bei außergewöhnlichen Belastungen gewährt werden.

Schwerbehinderte Arbeitnehmer können finanzielle Hilfen für technische Arbeitshilfen beantragen, sofern Sie für Ihre berufliche Tätigkeit notwendig sind. Während die bei der Arbeitsplatzgestaltung verwendeten Hilfsmittel Eigentum des Arbeitgebers sind, gehen die spezielle für den Arbeitnehmer angepassten technischen Arbeitshilfen (beispielsweise orthopädische Arbeitsschuhe) in den Besitz des Arbeitnehmers über.

Sind regelmäßige Hilfestellungen bei der Erfüllung einiger Arbeitsaufgaben notwendig, kann der betroffene Arbeitnehmer eine personelle Unterstützung oder Arbeitsassistenz erhalten. Die personelle Unterstützung wird in der Regel von einem Kollegen übernommen, der vom Arbeitgeber stundenweise für diese Aufgabe freigestellt wird. Hierfür kann der Arbeitgeber einen finanziellen Ausgleich beantragen.
Ein Arbeitsassistent wird hingegen speziell für die Unterstützung des schwerbehinderten Arbeitnehmers angestellt (vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer).

Des Weiteren können Leistungen für eine psychosoziale Betreuung am Arbeitsplatz, für den Arbeitsweg, für eine behinderungsgerechte Wohnung und für berufliche Qualifizierungsmaßnahmen in Anspruch genommen werden.

mehr zu den Leistungen und Hilfen

(me)

 
 

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