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Einstiegsqualifizierung (EQ)

Viele Arbeitgeber haben bereits positive Erfahrungen mit der betrieblichen Einstiegsqualifizierung (EQ) gemacht. Über 60 Prozent der Betriebe übernehmen die Teilnehmer der EQ im Anschluss in eine betriebliche Ausbildung.

Im Rahmen des Ausbildungspaktes entstand im Oktober 2004 das bundesweite Sonderförderprogramm Einstiegsqualifizierung für Jugendliche - damals noch EQJ genannt (EQJ-Abschlussbericht). Seit dem 1. Oktober 2007 werden Einstiegsqualifizierungen durch die Agenturen für Arbeit und die Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende als gesetzliche Regelleistung gefördert (§ 54a SGB III).

Der Ausbildungspakt wurde im Oktober 2010 bis zum Jahr 2014 verlängert. Seitdem gibt es die EQ in einer zusätzlichen Variante. Bei den sogenannten "Einstiegsqualifizierungen Plus" wird eine EQ mit gezielten Unterstützungsmaßnahmen kombiniert.

Was ist eine Einstiegsqualifizierung?

Bei der betrieblichen EQ handelt es sich um ein Angebot, das jungen Menschen mit Vermittlungshemmnissen als Brücke in die Berufsausbildung dienen soll.

Die EQ beinhaltet ein sozialversicherungspflichtiges Langzeitpraktikum von sechs bis maximal zwölf Monaten Dauer, das in der Regel am 1. Oktober beginnt. Die Jugendlichen arbeiten in einem Betrieb und erwerben Grundkenntnisse für einen anerkannten Ausbildungsberuf. Eine Übernahme in Ausbildung sollte vom Unternehmen angestrebt werden. Die EQ wird durch ein von den Kammern anerkanntes Zertifikat über die erworbenen Qualifikationen aufgewertet.

Bei der neuen Variante EQ Plus können lernschwächere Jugendliche gezielten Nachhilfeunterricht erhalten, damit sie die EQ erfolgreich absolvieren können. Die Arbeitsagenturen können für solche Fälle beispielsweise "ausbildungsbegleitende Hilfen" bereitstellen.

Zielgruppen

EQ richtet sich an Jugendliche, die noch keine 25 Jahre alt sind und noch keine Ausbildungsstelle gefunden haben. Zur Zielgruppe zählen junge Menschen, die noch nicht in vollem Maße ausbildungsfähig sind. Hierzu gehören neben lernbeeinträchtigten und sozial benachteiligten Jugendlichen auch behinderte und schwerbehinderte Jugendliche, soweit nicht der individuelle Förderbedarf eine außerbetriebliche Qualifizierung erfordert.

Wie profitiert Ihr Unternehmen?

Die Vorteile liegen auf der Hand: Arbeitgeber können den potentiellen Nachwuchs erst einmal praxisnah kennen lernen. Sie sehen mehr als Schulzeugnisse aussagen und die Jugendlichen können zeigen, was in ihnen steckt.

Arbeitgeber, die eine betriebliche EQ durchführen, können durch Zuschüsse zur Vergütung bis zu einer Höhe von 231 Euro monatlich (Stand 08/2016) zuzüglich eines pauschalierten Anteils am durchschnittlichen Gesamtsozialversicherungsbeitrag gefördert werden.

Durch die Einstellung eines EQ-Teilnehmers können Arbeitgeber ihre Ausgleichsabgabe kürzen. Bei der Berechnung der Ausgleichsabgabe werden schwerbehinderte EQ-Teilnehmer, wie alle Auszubildende, doppelt angerechnet.

Noch nicht ausbildende Betriebe können selbst in die Ausbildung einsteigen. Auch Betriebe, die z. B. aufgrund ihrer Spezialisierung nicht alle Anforderungen erfüllen um auszubilden, können sich ebenfalls an der EQ beteiligen.

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

 

(na)

Stand:  September 2016

 
 

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