REHADAT-Talentplus - Link zur Startseite Das Portal zu Arbeitsleben und Behinderung

Das Portal zu Arbeitsleben und Behinderung

Sie sind hier: 

Berufsausbildung

Ausbildungsbegleitende Hilfen

Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) dienen der Unterstützung und dem Ausgleich der ungünstigen schulischen oder sozialen Voraussetzungen von förderungsbedürftigen jungen Menschen im Rahmen einer betrieblichen Berufsausbildung. Zu der Gruppe der förderungsbedürftigen jungen Menschen gehören beispielsweise Jugendliche mit einer Lernbehinderung.

Den betroffenen jungen Menschen kann mit entsprechenden Hilfen wie zum Beispiel

  • Stützunterricht (Fachtheorie, Fachpraxis und allgemeinbildende Fächer),
  • Vermittlung von Lerntechniken,
  • Abbau von Sprachdefiziten,
  • Prüfungsvorbereitung und
  • sonderpädagogischer Betreuung (Training des Sozialverhaltens, Entwicklung der Persönlichkeit usw.)

das Erreichen des Ausbildungsziels in ihrem Betrieb ermöglicht werden.

Diese Maßnahmen werden im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit von Bildungseinrichtungen (Berufsbildungswerk, Berufsförderungswerk, ambulante berufliche Rehaeinrichtung usw.) vor Ort durchgeführt.

Durchführung der ausbildungsbegleitenden Hilfen

Die abH erfolgten in Kleingruppen (circa fünf Teilnehmer), normalerweise außerhalb der Ausbildungszeit und dauern zwischen mindestens drei und maximal acht Stunden wöchentlich. Der Unterricht wird von Fachlehrern bzw. Sozialpädagogen der Bildungseinrichtungen vor Ort durchgeführt. Für jeden Auszubildenden wird ein individueller Förderplan in Abstimmung mit dem Ausbildungsbetrieb erstellt, anhand dessen die Lernschritte und Lernerfolge verfolgt werden können.

Wenn Schwierigkeiten im praktischen Teil der Ausbildung auftreten, dann können die abH auch durch fachpraktisch orientierte außerbetriebliche Ausbildungsphasen (maximal drei Monate je Ausbildungsjahr) ergänzt werden.

Dauer der ausbildungsbegleitenden Hilfen

Die Betreuung durch eine Bildungseinrichtung vor Ort kann vom Beginn bis zum Ende der Ausbildung in Anspruch genommen werden. Die abH endet spätestens sechs Monate nach der Begründung eines Arbeitsverhältnisses.

Wenn Schwierigkeiten in der Fachpraxis auftreten, können die abH auch durch fachpraktisch orientierte außerbetriebliche Ausbildungsphasen (maximal drei Monate je Ausbildungsjahr) ergänzt werden.

Beantragung und Förderung

Die abH werden von der Bundesagentur für Arbeit gefördert. Für Ihren Betrieb entstehen im Bedarfsfall keine Kosten. Der Zugang zu den abH erfolgt über die für Ihren Betrieb zuständige Agentur für Arbeit oder über eine Bildungseinrichtung. Entsprechende Ansprechpartner finden Sie in der rechten Spalte unter Kontaktadressen.

Bedingung für die Gewährung ist, dass Ihr Auszubildender aufgrund seiner individuellen Situation (zum Beispiel Lernbeeinträchtigung oder soziale Benachteiligung) der Hilfen bedarf.  Eine schriftliche Vereinbarung mit der Bildungseinrichtung über abH wird nicht von Ihnen, sondern von Ihrem Auszubildenden abgeschlossen. Ihr Betrieb muss sich dazu bereit erklären, mit der Bildungseinrichtung eng zusammenzuarbeiten.

Wird der Auszubildende vom Ihrem Betrieb für abH freigestellt, so kann Ihrem Betrieb die Ausbildungsvergütung von der Agentur für Arbeit anteilig ersetzt werden.

(vh)

Stand: April 2015

 
 

Tastaturkurzbefehle: