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Berufsausbildung

Prüfungsmodifikation

Die Prüfungsmodifikationen dienen dem Ausgleich der behinderungsbedingten Nachteile (nach  § 65 Berufsbildungsgesetz  und § 42 l Handwerksordnung), ohne die eigentlichen Prüfungsanforderungen qualitativ zu verändern.

Bei der Anmeldung zur Zwischen- oder Abschlussprüfung muss der zuständigen Kammer (Industrie- und Handelskammer, HandwerkskammerLandwirtschaftskammer usw.) mitgeteilt werden, ob eine behinderungsbedingte Modifikation erforderlich ist.
 

Beispiele:

Folgende Prüfungsmodifikationen sind  möglich :

  • besondere Organisation der Prüfung (zum Beispiel in vertrauter Umgebung am Ausbildungsplatz oder Einzel- statt Gruppenprüfung, um belastenden Konkurrenzdruck zu mindern)
  • besondere Gestaltung der Prüfung  (zum Beispiel Zeitverlängerung, Abwandlung der Prüfungsaufgaben oder zusätzliche Erläuterung der Prüfungsaufgaben)
  • Zulassung spezieller Hilfen (zum Beispiel größere Schriftbilder für sehbehinderte Prüfungsteilnehmer, technische Hilfsmittel oder Gebärdensprachdolmetscher)

Hinweis

Prüfungszulassung:
Der behinderte Auszubildende ist auch zur Abschlussprüfung zuzulassen, wenn die Voraussetzungen nach § 43 Berufsbildungsgesetz nicht vorliegen.

Nachweis der Behinderung:
Die Behinderung ist bei der Beantragung der Prüfungsmodifikation (in der Regel) vom Prüfungsteilnehmer durch ein amtsärztliches Gutachten nachzuweisen, soweit der Nachweis nicht bereits im Rahmen der Ausbildung erfolgt ist.

Ansprechpartner:
Beratung und praktische Hilfe erhalten Sie vom Integrationsfachdienst, der zuständigen Kammer und dem Integrationsamt. Entsprechende Ansprechpartner finden Sie in der rechten Spalte unter Kontaktadressen.

Förderung

Die anfallenden Prüfungsgebühren können vom Integrationsamt bis zu 100% bezuschusst werden.

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(vh)

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