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Das Portal zu Arbeitsleben und Behinderung

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Probebeschäftigung

Falls es in Ihrem Betrieb Bedenken gibt, ein festes Arbeitsverhältnis mit einem behinderten Menschen einzugehen, können Sie auch zunächst einmal ein vorgeschaltetes Praktikum oder eine bis zu drei Monate dauernde Probebeschäftigung mit dem behinderten Bewerber vereinbaren.

Während der Probebeschäftigung werden Sie schnell feststellen, ob eine längerfristige Zusammenarbeit sinnvoll ist. Sie haben die Chance, ohne Risiko potenzielle Fachkräfte für Ihren Betrieb zu gewinnen und geben den behinderten Menschen gleichzeitig die Möglichkeit, weitere Erfahrungen im Arbeitsleben zu sammeln.

Probezeit und Kündigung

Eine Probebeschäftigung kann leichter als ein festes Arbeitsverhältnis wieder aufgehoben werden.

Der besondere Kündigungsschutz für schwerbehinderte Menschen gilt erst nach sechs Monaten (§ 90 Absatz 1 Nummer 1 Sozialgesetzbuch Neuntes Buch - SGB IX) und trifft daher hier nicht zu. Auch die Mindestkündigungsfrist für schwerbehinderte Menschen von vier Wochen (§ 86 SGB IX) gilt während der Probebeschäftigung nicht.

Ihr Betrieb muss das Integrationsamt innerhalb von vier Tagen über jede Begründung und Beendigung einer Probebeschäftigung mit einem schwerbehinderten Menschen informieren (§ 90 Absatz 3 SGB IX). Auf diese Weise sollen in der wichtigen Startphase einer Beschäftigung alle Möglichkeiten der begleitenden Hilfen im Arbeitsleben ausgeschöpft werden.

Mehr bei REHADAT-talentplus: Förderung des Arbeitgebers

(na)

 
 

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