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Das Portal zu Arbeitsleben und Behinderung

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Auswahl und Einladung von Bewerbern mit Behinderung

Bereits bei der Vorauswahl von Bewerbern, die zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden, müssen eine Reihe von rechtlichen Bestimmungen beachtet werden, um nicht aufgrund eines Verstoßes eventuelle Schadensersatzansprüche auszulösen.

Prüfpflicht des Arbeitgebers

So sollte grundsätzlich jeder Arbeitgeber zunächst prüfen, ob ein freier Arbeitsplatz mit einem schwerbehinderten Mitarbeiter besetzt werden kann (Sozialgesetzbuch Neuntes Buch, Zweiter Teil). Möchte der Arbeitgeber ohne vorherige Prüfung einen nicht behinderten Bewerber einstellen, so kann der Betriebsrat die Zustimmung zur Einstellung verweigern.


Benachteiligungsverbot

Schwerbehinderte Menschen stehen bei der Suche und Begründung eines Arbeitsverhältnisses unter besonderem Schutz (Benachteiligungsverbot des SGB IX  § 81).

Das seit August 2006 geltende Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) schützt neben behinderten Menschen eine Reihe weiterer Personengruppen vor Benachteiligungen (wegen Religion, ethnischer Herkunft, Alter, sexueller Identität, Weltanschauung und Geschlecht) im Arbeitsleben.

Nach § 2 AGG Abs. 1 Nr. 1 sind u.a. Benachteiligungen in Bezug auf die Auswahlkriterien und Einstellungsbedingungen unzulässig. Unter "Thema AGG" (rechte Spalte) finden Sie eine Auswahl von Veranstaltungen und Informationen.

Für öffentliche Arbeitgeber gilt zudem: Schwerbehinderte Menschen, die sich um einen ausgeschriebenen Arbeitplatz bewerben, müssen zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Nur wenn eine fachliche Eignung offensichtlich fehlt, ist eine Einladung entbehrlich (SGB IX § 82).


 
 

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