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Die Beteiligung der Schwerbehindertenvertretung am Bewerbungsverfahren

Befinden sich unter den Bewerbern solche mit einer Schwerbehinderung, so muss unmittelbar nach Eingang der Bewerbung die Schwerbehindertenvertretung unterrichtet und am Bewerbungsverfahren beteiligt werden.

Eine Schwerbehindertenvertretung muss in allen Betrieben, die mindestens fünf schwerbehinderte Arbeitnehmer länger als sechs Monate beschäftigen, eingerichtet werden. Aufgabe der Schwerbehindertenvertretung ist es, die Integration von schwerbehinderten Arbeitnehmern in den Betrieb zu unterstützen. Gemeinsam mit dem Arbeitgeber soll die Vertrauensperson prüfen, ob ein freier Arbeitsplatz mit einem schwerbehinderten Arbeitnehmer besetzt werden kann (Beschäftigungspflicht des Arbeitgebers).

Beim Bewerbungsverfahren muss der Arbeitgeber der Schwerbehindertenvertretung Einsicht in alle entscheidungsrelevanten Teile der Bewerbungsunterlagen gewähren und ihr die Teilnahme an den Vorstellungsgesprächen gestatten (SGB IX § 95 Abs. 2). Nur wenn der Bewerber die Beteiligung der Schwerbehindertenvertretung ausdrücklich ablehnt, entfällt diese Verpflichtung.

Lehnt der Arbeitgeber die Bewerbung eines schwerbehinderten Menschen ab und ist die Schwerbehindertenvertretung mit dieser Entscheidung nicht einverstanden, so muss der Arbeitgeber seine Entscheidung gegenüber der Schwerbehindertenvertretung erörtern. Auch der betroffene Bewerber wird dabei angehört. Dies gilt ganz besonders für Arbeitgeber, die nach der Beschäftigungspflicht nicht wenigstens die vorgeschriebene Anzahl an schwerbehinderten Arbeitnehmern beschäftigen.

Weitere Informationen zum Einstellungsgespräch / Zulässige Fragen finden Sie unter : Die Seite für die Schwerbehindertenvertretung

(me)

 
 

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