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Schadensersatzansprüche benachteiligter Bewerber

Einige Bewerber, die nicht zum Vorstellungsgespräch geladen wurden oder eine Absage vom Arbeitgeber erhalten haben, mutmaßen hieraus eine Benachteiligung aufgrund ihrer Behinderung. Eine Benachteiligung ist jedoch nur dann gegeben, wenn Bewerber, die an sich für die Tätigkeit geeignet wären, von vorneherein wegen ihrer Schwerbehinderung ausgeschlossen werden.

Höhe des Schadensersatzes

Die Schadensersatzansprüche beruhen bei schwerbehinderten Arbeitnehmern auf dem SGB IX, bei behinderten Bewerbern auf dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz.

Die Ansprüche für Schadensersatz müssen innerhalb von zwei Monaten vom abgelehnten Bewerber schriftlich geltend gemacht werden. Die Frist beginnt mit dem Zugang der Ablehnung. Wenn der Bewerber glaubhaft macht, dass er wegen seiner (Schwer-)Behinderung benachteiligt wurde, muss der Arbeitgeber das Gegenteil beweisen. So kann es für den Arbeitgeber bereits von Nachteil sein, wenn er die Schwerbehindertenvertretung nicht am Bewerbungsverfahren beteiligt hat.

Die Höhe des Schadensersatzes kann bei benachteiligten schwerbehinderten Bewerbern bis zu drei Monatsgehältern betragen. Der abgelehnte Bewerber hat jedoch keinen Anspruch auf dieses Arbeits- oder Beschäftigungsverhältnis.

Der Arbeitgeber darf einen Bewerber dann unterschiedlich behandeln, wenn bestimmte körperliche Funktionen oder geistige und psychische Fähigkeiten eine wesentliche und entscheidende Voraussetzung für die ausgeschriebene Tätigkeit sind.

(me)

 
 

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