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Ausgleichsabgabe

Ein Rechenbeispiel: Was kann Ihr Unternehmen sparen?

Unternehmen, die im Jahr durchschnittlich mindestens 20 Mitarbeiter haben, müssen laut Gesetz mindestens fünf Prozent schwerbehinderte Menschen beschäftigen - sonst wird eine Ausgleichsabgabe fällig. Diese ist umso niedriger, je mehr behinderte Mitarbeiter im Unternehmen arbeiten.

Für Kleinbetriebe mit weniger als 60 Beschäftigten gelten Sonderregelungen.

In der Regel werden schwerbehinderte oder gleichgestellte Mitarbeiter auf einen Pflichtarbeitsplatz angerechnet. Unter besonderen Umständen können sogar zwei bis drei Plätze für einen schwerbehinderten Mitarbeiter anerkannt werden. Hierüber entscheidet die Agentur für Arbeit.

Wichtig:
Für jeden Auszubildenden mit Behinderung werden zwei Plätze angerechnet, auch im ersten Jahr nach Abschluss der Ausbildung. 

Wenn Sie also Menschen mit Behinderung (zusätzlich) einstellen oder ausbilden, dann zahlen Sie weniger Ausgleichsabgabe.

Ein Beispiel:

Angenommen, Sie beschäftigen im Jahresdurchschnitt 167 Mitarbeiter. Davon sind drei schwerbehindert oder gleichgestellt. Damit liegt Ihre Beschäftigungsquote bei 1,8 Prozent. Sie müssen jährlich 18.560 Euro Ausgleichsabgabe zahlen.

Wenn Sie einen zusätzlichen schwerbehinderten Mitarbeiter einstellen, steigt Ihre Quote auf 2,4 Prozent. Die Ausgleichsabgabe beträgt nun nur noch 10.600 Euro. So sparen Sie 8.050 Euro an Ausgleichsabgabe (bei ganzjähriger Beschäftigung).

Um die gesetzlich vorgeschriebene Beschäftigungsquote von fünf Prozent zu erreichen und von der Abgabe ganz befreit zu werden, müssten in diesem Beispiel insgesamt neun schwerbehinderte Mitarbeiter beschäftigt werden.

Mit dem Ersparnisrechner von REHADAT-Elan können Sie solche Beispiele für Ihr Unternehmen online oder als App überschlagsweise berechnen. REHADAT-Elan stellt eine Software per Download zur Verfügung, mit der Sie die Abgabe exakt berechnen können und die Ihnen hilft, die Schwerbehindertenanzeige zu erstellen sowie elektronisch an die Arbeitsagentur zu übermitteln.

Aufträge an Behindertenwerkstätten:

Wenn Sie Aufträge an Werkstätten für behinderte Menschen vergeben, kann die Ausgleichsabgabe ebenfalls reduziert werden. Die Hälfte des Rechnungsbetrages, der auf die Arbeitsleistung der behinderten Werkstattmitarbeiter entfällt (ohne Materialkosten und Kosten der nicht behinderten Beschäftigten), wird von der Ausgleichsabgabe abgezogen.

Wichtig:
Die Werkstätten müssen diesen Betrag in ihren Rechnungen ausweisen.

Ein Produkt- und Leistungsverzeichnis der Werkstätten finden Sie bei REHADAT-Werkstätten.


(se)

Praktische Helfer

Mit dem Ersparnisrechner (auch als App!) von REHADAT-Elan können Sie ausprobieren, was Sie durch die Einstellung oder Ausbildung von schwerbehinderten Menschen sparen.

Die Software REHADAT-Elan hilft bei der genauen Berechnung und ermöglicht die elektronische Anzeige.

 
 

Tastaturkurzbefehle: