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Demografischer Wandel in Belegschaften - Zahlen und Prognosen

Ausblick auf die kommenden Jahre

Die Daten zur Altersstruktur von Belegschaften im Jahre 2000 und zur künftigen Altersstruktur (2010 und 2020) zeigen:

  • Die Anzahl der 50- bis 65-jährigen Beschäftigten wird von 9,4 Millionen im Jahr 2000 auf 10,9 Millionen im Jahr 2010 und weiter auf 13,2 Millionen im Jahr 2020 ansteigen. Jeder dritte Beschäftigte im Jahr 2020 wird dann im Alter zwischen 50 bis 65 sein.
  • Deutlich abnehmen werden dagegen die Jahrgänge der 30- bis 49-jährigen Beschäftigten - von 22,5 Millionen im Jahr 2000 auf 21,5 Millionen bis zum Jahr 2010 und weiter auf 18,4 Millionen im Jahr 2020.
  • Die jüngeren Jahrgänge der 15- bis 29-jährigen Beschäftigten stagnieren bis zum Jahr 2010 in einer Größenordnung von 8,6 bis 8,7 Millionen und nehmen bis zum Jahr 2020 auf 7,6 Millionen ab. Dies heißt, dass nur jeder fünfte Beschäftigte dann unter 30 Jahre alt sein wird.
    (Quelle: Fuchs, 2004)

Deutschland im internationalen Vergleich

Der Trend alternder Belegschaften ist kein deutsches Phänomen, sondern ist in ganz Europa festzustellen. Unterschiede gibt es allerdings in den Beschäftigtenquoten der 55- bis 64-Jährigen:

  • In Deutschland sind aktuell circa 42 Prozent der 55- bis 64-Jährigen noch erwerbstätig.
  • Höhere Beschäftigungsanteile dieser Altersgruppe gibt es in Schweden (69,1 Prozent), Dänemark (60,3 Prozent), Großbritannien (56,2 Prozent), Niederlande (45,2 Prozent).
  • Niedrigere Beschäftigungsanteile der betreffenden Altersgruppe finden sich in Frankreich (37,3 Prozent), Italien (30,5 Prozent) und Polen (26,2 Prozent).
    (Quelle: Eurostat, 2005)


Die Europäische Union hat ihre Mitglieder verpflichtet, bis 2010 mindestens jeden zweiten 55- bis 64-Jährigen in das Erwerbsleben einzugliedern. Die Bundesregierung hat dieser Zielmarke zugestimmt. Angesichts des erhöhten Renteneintrittsalters von 67 Jahren erhält dieses Ziel weiteres Gewicht.

Der internationale Vergleich zeigt, dass Deutschland hinsichtlich besserer Arbeitsmarkt- und Arbeitschancen für ältere Arbeitnehmer erheblichen Nachholbedarf hat und dass Betriebe und Politik Chancen und Anreize zur Beschäftigung Älterer deutlicher wahrnehmen sollten.

(kn)

 
 

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