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Das Portal zu Arbeitsleben und Behinderung

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Hilfen für Arbeitgeber bei überdurchschnittlich verminderter Arbeitsleistung des schwerbehinderten Mitarbeiters

Minderleistungsausgleich / Beschäftigungssicherungszuschuss

Wenn die Leistung eines schwerbehinderten oder gleichgestellten Mitarbeiters erheblich hinter der durchschnittlichen Leistung von Arbeitnehmern im Betrieb mit vergleichbarer Tätigkeit zurückbleibt, können Arbeitgeber beim Integrationsamt einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt beantragen.
Voraussetzung ist, dass die verminderte Arbeitsleistung behinderungsbedingt ist und nicht vorübergehend auftritt, sondern langfristig andauert.

Gewährt wird ein Minderleistungsausgleich für befristete wie auch unbefristete Arbeitsverhältnisse, wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft wurden, den schwerbehinderten Menschen zum Beispiel durch behinderungsgerechte Arbeitsplatzausstattung, Arbeitsgestaltung oder berufliche Weiterbildung zu befähigen, eine entsprechende Arbeitsleistung zu erbringen.

Rechtliche Grundlage für den Bezug des Minderleistungsausgleichs sind Verordnungen und Gesetze zur Entlastung von Arbeitgebern, denen durch Beschäftigung schwerbehinderter Menschen außergewöhnliche Belastungen entstehen (§ 27 Ausgleichsabgabeverordnung und § 102 Absatz 2 Sozialgesetzbuch Neuntes Buch).

Ob im Betrieb eine Situation vorliegt, die zum Bezug des Minderleistungsausgleiches berechtigt, stellen die Integrationsämter fest.

Grundvoraussetzung für die Bewilligung

Höhe und Dauer der Leistung zum Ausgleich der außergewöhnlichen Belastung

Die Höhe des Minderleistungsausgleichzuschusses (neue Bezeichnung: Beschäftigungssicherungszuschuss (BSZ)), den der Arbeitgeber erhält, richtet sich nach dem Grad der Minderleistung und der Höhe des Arbeitsentgelts des schwerbehinderten Menschen. Die Beträge werden branchen-, regional- bzw. länderspezifisch festgelegt.

Die Höhe der Leistung soll 50 Prozent des Bruttojahreseinkommens nicht überschreiten (einschließlich Arbeitgeberanteil zum Gesamtsozialversicherungsbeitrag und gezahlter vermögenswirksamer Leistungen).

Auf Antrag wird die finanzielle Unterstützung zunächst für die Zeit von zwei Jahren gewährt. Ändert sich das Gehalt des Arbeitnehmers oder der Grad der Minderleistung, wird dieses erst bei einer Weiterbewilligung berücksichtigt.

Der Arbeitgeber erhält die Leistungen auch bei Abwesenheit des schwerbehinderten Arbeitnehmers, sofern in dieser Zeit Lohn oder Gehalt gezahlt wurden.

(kn)
 

Weitere Fördermöglichkeiten:

Kontaktadressen

Beratung zur finanziellen Unterstützung von Arbeitgebern und zur Beantragung von Förderleistungen bieten Integrationsämter.

Auch die Fachberater der Handwerksammern und Industrie- und Handelskammern helfen weiter.

 
 

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