REHADAT-Talentplus - Link zur Startseite Das Portal zu Arbeitsleben und Behinderung

Das Portal zu Arbeitsleben und Behinderung

Sie sind hier: 

Arbeitszeit, Mehrarbeit und Nachtarbeit

Schwerbehinderte und gleichgestellte Mitarbeiter haben Anspruch auf eine behinderungsgerechte Gestaltung der Arbeitszeit, soweit dies für den Arbeitgeber nicht unzumutbar oder mit unverhältnismäßigen Aufwendungen verbunden ist  § 81 Abs. 4 SGB IX .

Mehrarbeit

Auf ihr Verlangen müssen schwerbehinderte und gleichgestellte Arbeitnehmer von Mehrarbeit freigestellt werden. Unter Mehrarbeit versteht man hier die Arbeitszeit, die über die im Arbeitzeitgesetz gesetzlich festgelegten durchschnittlichen acht Stunden pro Werktag hinausgeht.

Mit anderen Worten: Wenn eine tägliche Arbeitszeit von sechs Stunden vereinbart ist, kann der schwerbehinderte Mitarbeiter die Ableistung von einer bis zwei weiteren Arbeitsstunden nicht verweigern, denn hier handelt es sich nicht um Mehrarbeit, sondern um Überstunden. Erst wenn mehr als acht Stunden gefordert werden, kann er dies als Mehrarbeit ablehnen.

Bereitschaftsdienst zählt als Arbeitszeit. Schwerbehinderte Mitarbeiter können Mehrarbeit durch Bereitschaftsdienste ablehnen - auch wenn tarifvertraglich geregelt ist, dass der Bereitschaftsdienst mit dem Gehalt abgegolten ist.

Nachtarbeit

Der Anspruch auf eine behinderungsgerechte Gestaltung der Arbeitszeit kann dazu führen, dass der Arbeitgeber einen schwerbehinderten Arbeitnehmer nicht zur Nachtarbeit einteilen darf.

(se)

 
 

Tastaturkurzbefehle: